Weserschleusen in Bremen
Die Staustufe Bremen [2 Schleusen mit Wehr] zählte zu den ältesten Anlagen dieser Größenordnung in Deutschland. Nach knapp 90 Jahren Lebensdauer war nach der Erneuerung des Wehres 1993 der Bau einer neuen Schleusenanlage erforderlich. Die dafür notwendigen Tiefbau- und Stahlwasserbauarbeiten wurden an die ARGE Weserschleuse vergeben.
Auch die neue Schleusenanlage besteht aus zwei Schleusen. Die Großschifffahrtsschleuse für die Berufsschifffahrt ermöglicht mit einer Kammergröße von 225 m x 12,5 m die gleichzeitige Schleusung von zwei Großmotorgüterschiffen. Für die Kleinschifffahrt wurde eine 25 m x 6,5 m große automatische Bootsschleuse errichtet. Ergänzt wurde die Anlage durch den Neubau des Schleusenbetriebsgebäudes, die Betriebsbrücke [l = 170 m], den Zubringerkanal zur Bootsschleuse, die Anpassung der Vorhäfen sowie die landschaftspflegerischen Ausgleichsmaßnahmen.
Verschiedene Umstände ließen die Arbeiten zu einer nicht alltäglichen Ersatzbaumaßnahme werden. Es musste der Schiffsverkehr während der 6-jährigen Bauzeit aufrechterhalten werden, so dass die Altanlage nach umfangreichen Sicherungsmaßnahmen weiter betrieben wurde. Es herrschten schwierigste Tide- und Grundwasserverhältnisse [Tidehub im Mittel 4 m] und das Hochwasserrisiko erforderte aufwendige Vorsorgemaßnahmen. Die Tiefbauarbeiten (Gründungspfähle, Spundwände, Anker etc.) gestalteten sich auf Grund des unterschiedlichen Baugrundes als äußerst schwierig.
Die Arge Weserschleuse brachte insgesamt zehn Sondervorschläge ein, die letztendlich zur Auftragserteilung führten.
| Auftraggeber: | Bundesrepublik Deutschland |
| Wasser- und Schifffahrtsdirektion Nordwest / | |
| WSA Bremen | |
| Auftragssumme: | € 50 Mio. [Arbeitsgemeinschaft] |
| Bauzeit: | 09/1995 - 2001 |



