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In-Situ-Sanierung

Im Auftrage des Hessischen Baumanagements, den früheren Staatlichen Bauämtern, wurde auf einer Bundesliegenschaft im ehemaligen US-Army-Camp Eschborn die erforderliche Infrastruktur für eine In-Situ-Boden- und Grundwassersanierung errichtet.

Das Grundprinzip des dort angewendeten Sanierungsverfahrens ist die Etablierung eines vertikalen Spülkreislaufs im Boden zur mikrobiologischen In-Situ-Behandlung nach dem INSISA®-Verfahren. Die eingesetzte hydraulisch-biologische Variante wird in Eschborn mit einem pneumatischen Verfahren (Bodenluftabsaugung) kombiniert. Das Konzept und die Sanierungsplanung wurden durch die IBL Umwelt- und Biotechnik GmbH erstellt, welche auch die Sanierung betreibt.

Wayss & Freytag Umwelttechnik errichtete für die kombinierte Bodenluft- und Grundwassersanierung im gesteuerten Spülbohrverfahren in bis zu neun Metern Tiefe insgesamt zehn sog. Horizontalbrunnen mit einer Gesamtlänge von mehr als 1.200 m. Aufgrund der Schadstoffproblematik sowie der geplanten mikrobiologischen Sanierung musste ein innovatives, biologisch abbaubares Spülmittel eingesetzt werden. Die eingebrachten PE-Rohre (DN 90) wurden als Filterstrecke perforiert vorgerichtet und anschließend an ihren Enden in unterirdischen Schächten jeweils mittels Bentonit-Zement-Suspension luftdicht verplombt.

Weiterhin wurden in konventioneller Bohrweise sechs Horizontalbrunnen inkl. der zugehörigen Brunnenstuben errichtet, die wahlweise als Entnahme- bzw. Schluckbrunnen betrieben werden können.

Für den Betrieb und die Steuerung der neu errichteten sowie der bereits auf dem Gelände vorhandenen Brunnen und Pegel wurden durch Wayss & Freytag Umwelttechnik insgesamt mehr als 1.400 m HDPE-Leitungen und über 2.200 m Strom- und Steuerleitungen in Gräben verlegt, sowie 15 Schachtbauwerke und die erforderlichen Medienanschlüsse errichtet.

Nach Fertigstellung dieser vorbereitenden Arbeiten im März 2005 und anschließender Errichtung der Sanierungsanlage wurde am 01.06.2005 erfolgreich der Sanierungsbetrieb aufgenommen, der über eine Dauer von mindestens sieben Jahren angelegt ist.


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